Dachpappe entsorgen

Alte Dachpappe in Berlin und Brandenburg abholen lassen – wir prüfen vor Ort, ob teerhaltig oder teerfrei, trennen sortenrein und nennen den Preis vorab.

Dachpappe entsorgen in Berlin und Brandenburg

Wenn ein Flachdach saniert wird, fallen schnell mehrere Tonnen alte Dachpappe an. Das Material ist sperrig, klebt zusammen und darf nicht in den Bauschuttcontainer – je nach Alter gilt es sogar als gefährlicher Abfall. Genau hier liegt der Punkt, an dem die meisten Angebote ungenau werden.

Wir machen es anders: Wir schauen uns die Pappe an, bevor wir einen Preis nennen. Denn ob Ihre Dachpappe teerhaltig oder teerfrei ist, entscheidet über die Entsorgungsart – und über einen erheblichen Teil der Kosten.

Teerhaltig oder teerfrei? Der Unterschied entscheidet

„Dachpappe“ ist ein Sammelbegriff für zwei Materialien, die sich äußerlich kaum unterscheiden, abfallrechtlich aber in verschiedene Welten gehören. Wer das verwechselt, zahlt entweder zu viel – oder handelt sich ein Problem ein.

MerkmalTeerhaltige DachpappeBitumenbahn (teerfrei)
Verbaut abbis ca. 1970ab ca. 1970
BindemittelSteinkohlenteerBitumen (Erdölprodukt)
Geruchstechend, phenolartiggeruchsarm
AVV-Schlüssel17 03 01* / 17 03 03*17 03 02
Einstufunggefährlicher Abfallnicht gefährlich
Verwertungthermische BehandlungVerwertung möglich

Das Sternchen (*) hinter dem AVV-Schlüssel ist kein Schönheitsfehler: Es kennzeichnet gefährlichen Abfall. Für diese Abfälle gelten eigene Regeln bei Transport, Übergabe und Dokumentation.

Woran Sie teerhaltige Dachpappe erkennen

Ein sicheres Erkennungsmerkmal ohne Laborprobe gibt es nicht, aber es gibt gute Anhaltspunkte:

  • Baujahr des Daches. Wurde vor 1970 gedeckt und seitdem nicht saniert, ist Teer wahrscheinlich.
  • Geruch. Teerpappe riecht auch nach Jahrzehnten noch deutlich – besonders an frischen Bruchkanten und an warmen Tagen.
  • Bruchverhalten. Alte Teerpappe ist spröde und bricht; Bitumenbahnen lassen sich eher biegen.
  • Schichtaufbau. Mehrere dünne, mit schwarzer Masse verklebte Lagen deuten auf die alte Bauweise hin.

Wenn Sie unsicher sind: Wir sehen uns das Material an. Im Zweifel behandeln wir es als teerhaltig – das ist der sichere Weg, auch wenn er teurer ist.

Warum die Einstufung den Preis bestimmt

Teerfreie Bitumenbahnen können verwertet werden. Teerhaltiges Material muss thermisch behandelt werden – ein aufwendigeres und entsprechend teureres Verfahren. Der Unterschied macht in der Praxis ein Vielfaches aus.

Deshalb lohnt es sich, vor dem Abriss zu klären, womit Sie es zu tun haben. Wer alles pauschal als teerhaltig deklariert, zahlt unnötig drauf. Wer es umgekehrt macht, riskiert, dass die Annahmestelle die Ladung zurückweist.

So läuft die Abholung ab

1. Anfrage

Sie rufen an oder schicken uns ein paar Fotos. Wichtig für uns: ungefähre Menge in Quadratmetern oder Tonnen, Baujahr des Daches und wie wir an das Material herankommen.

2. Einstufung und Festpreis

Wir klären, ob teerhaltig oder teerfrei, und nennen Ihnen einen Preis. Bei größeren Mengen oder unklarer Lage schauen wir vorher vorbei – kostenlos.

3. Abholung

Wir kommen zum vereinbarten Termin, verladen das Material und trennen dabei sortenrein. In der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Ihrer Zusage.

4. Abtransport und Übergabe

Das Material geht an die für die jeweilige Abfallart zuständige Annahmestelle. Sie bekommen die Unterlagen zur Übergabe.

Was wir mitnehmen – und was nicht

Wir holen ab: Dachpappe und Teerpappe, Bitumenbahnen und Schweißbahnen, Bitumenwellplatten, Bitumenschindeln, Dachdichtungsbahnen, alte Klebemassen und Voranstriche in Gebinden.

Wir holen nicht ab: asbesthaltige Materialien wie Wellasbestplatten oder Eternit. Diese erfordern eine gesonderte Fachkunde und dürfen nicht zusammen mit Dachpappe verladen werden. Wenn Sie Asbest vermuten, sprechen Sie uns an – wir sagen Ihnen ehrlich, was zu tun ist, bevor jemand die Platten anfasst.

Häufige Fragen zur Entsorgung von Dachpappe

Das kommt darauf an. Teerhaltige Dachpappe – meist vor 1970 verbaut – ist gefährlicher Abfall und wird unter den AVV-Schlüsseln 17 03 01* oder 17 03 03* geführt. Moderne, teerfreie Bitumenbahnen fallen unter 17 03 02 und gelten nicht als gefährlicher Abfall. Beide gehören aber nicht in den Restmüll oder in den gemischten Bauschuttcontainer.
Nein. Bauschutt ist mineralisch – Beton, Ziegel, Fliesen. Dachpappe ist ein bituminöses Material und verunreinigt die gesamte Ladung. Die Annahmestelle stuft den Container dann als Baumischabfall oder schlimmstenfalls als belasteten Abfall ein, was deutlich teurer wird als eine getrennte Entsorgung von Anfang an.
Das Baujahr ist der beste Anhaltspunkt: Bis etwa 1970 wurde Steinkohlenteer verwendet, danach Bitumen. Teerhaltiges Material riecht auch nach Jahrzehnten noch stechend, besonders an Bruchkanten und bei Wärme, und ist spröder. Ganz sicher geht es nur mit einer Laboranalyse. Wir sehen uns das Material vor Ort an und stufen es im Zweifel als teerhaltig ein.
Der Preis hängt vor allem von drei Dingen ab: Menge, Einstufung (teerhaltig oder teerfrei) und Zugänglichkeit. Teerhaltiges Material ist deutlich teurer, weil es thermisch behandelt werden muss. Wir nennen Ihnen den Festpreis vorab, nachdem wir wissen, worum es geht – nicht erst auf der Rechnung.
Beim Abriss selbst entsteht Staub, und bei teerhaltigem Material sollten Sie Handschuhe und Atemschutz tragen. Wichtiger ist aber: Vermischen Sie nichts. Lagern Sie Dachpappe getrennt von Bauschutt, Holz und Dämmung – sonst wird aus einem klar einstufbaren Abfall ein teures Gemisch.
Ja. Auch ein einzelnes Garagendach oder ein Gartenhaus ist für uns kein Problem. Bei sehr kleinen Mengen lohnt es sich oft, die Abholung mit einem anderen Auftrag in Ihrer Nähe zu bündeln – wir sagen Ihnen, ob das geht.

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