Teerpappe entsorgen in Berlin – getrennt, nicht gemischt
Teerpappe ist kein gewöhnlicher Bauabfall. Der enthaltene Steinkohlenteer bringt polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) mit – deshalb ist teerhaltige Dachpappe als gefährlicher Abfall eingestuft und muss getrennt erfasst, transportiert und behandelt werden.
In der Praxis scheitert das oft an einer einfachen Sache: Auf der Baustelle landet alles im selben Haufen. Sobald teerhaltiges Material mit teerfreiem vermischt ist, gilt die gesamte Menge als teerhaltig – und Sie zahlen den höheren Satz für die komplette Ladung.
Getrennt erfasst
Teerhaltig und teerfrei kommen nicht in denselben Behälter.
Einstufung vor Ort
Wir schauen uns das Material an, bevor wir kalkulieren.
Preis vorab
Kein Nachschlag nach dem Wiegen.
Wo Teerpappe verbaut wurde
Steinkohlenteer war bis Anfang der 1970er Jahre das übliche Bindemittel für Dachbahnen. Danach wurde er durch Bitumen ersetzt. Wenn Ihr Gebäude aus dieser Zeit stammt und das Dach seitdem nicht komplett saniert wurde, ist Teer wahrscheinlich.
Typische Fundorte
- Flachdächer auf Gebäuden bis Baujahr 1970
- Garagendächer und Nebengebäude, oft nie saniert
- Kellerabdichtungen und Sperrbahnen im Fundamentbereich
- Unter neueren Schichten – häufig wurde einfach überdeckt statt abgerissen
Der letzte Punkt ist der häufigste Grund für böse Überraschungen: Oben liegt eine moderne Bitumenbahn, darunter kommt beim Abriss die alte Teerpappe zum Vorschein.
Warum die Vermischung teuer wird
Abfallrechtlich gilt: Was vermischt ist, wird nach dem gefährlicheren Bestandteil eingestuft. Ein Container mit 90 % teerfreiem Material und 10 % Teerpappe wird komplett als gefährlicher Abfall abgerechnet.
Deshalb trennen wir schon beim Verladen. Wenn beim Abriss beide Materialien anfallen, stellen wir zwei getrennte Bereiche – das kostet uns eine halbe Stunde mehr und Ihnen spart es oft einen erheblichen Betrag.